Arztrat

Arztrat

Keine Frage, wer sich unwohl fühlt, sucht den Arzt auf und fragt diesen um Rat. Dieser Arztrat wird aber nur nach einer ausgiebigen Untersuchung und Diagnose erteilt.

Trotzdem bleiben bei einigen, sehr unklaren und auch schwierigen Erkrankungen oftmals Zweifel an dem Arztrat, der erteilt wurde. In diesem Fall haben Patienten das Recht auf eine Zweitmeinung.

 

Wann habe ich das Recht auf einen zweiten Arztrat?

Grundsätzlich hat jeder Patient das Recht, einen zweiten Arztrat einzuholen. Besonders wichtig ist dies bei schwerwiegenden Erkrankungen, bei Zweifeln an der vorgeschlagenen Therapie oder bei planbaren operativen Eingriffen. Durch die Zweitmeinung wird sich der Patient bewusster über die Chancen und Risiken einer OP und kann die Therapie besser einschätzen, um sich dann dafür oder dagegen zu entscheiden.

Für die Zweitmeinung muss der Patient dabei nicht zwingend noch einmal das gesamte Diagnoseverfahren durchlaufen. Er hat das Recht, seine medizinischen Unterlagen vom behandelnden Arzt abzufordern, so dass er dem zweiten Arzt alle bereits vorhandenen Befunde und Untersuchungsergebnisse, aber auch Röntgenbilder zur Verfügung stellen kann.

 

Arztrat – Zweitmeinung auch telefonisch einholen

Viele Krankenkassen bieten zudem eine telefonische, medizinische Beratung an. Auch online ist die Zweitmeinung bereits einholbar. Gerade bei Fragen rund um die Diagnose, die sich erst nach Verlassen der Arztpraxis ergeben haben, ist die medizinische Beratung am Telefon oder online sinnvoll. Oft sind die Zusammenhänge komplex und gerade bei schweren Erkrankungen hören Patienten oft nur die Diagnose und sind so geschockt von dieser, dass sie den weiteren Ausführungen des Arztes nicht mehr folgen können.

Die medizinische Beratung am Telefon ist dann eine sinnvolle Möglichkeit, um die noch offenen Fragen zu klären oder sich gar eine Zweitmeinung einzuholen. Natürlich ersetzt die medizinische Beratung am Telefon oder online nicht den Besuch des Facharztes. Dieser sollte noch einmal genau überprüfen, ob etwa nach dem Bandscheibenvorfall tatsächlich eine OP notwendig ist oder andere Therapien ebenso Hoffnung bieten und weitaus weniger Risiken in sich bergen.

Bei den extra eingerichteten Zweitmeinungs-Telefonen erhalten die Patienten sofort einen Facharzt als Ansprechpartner – und das ohne Wartezeiten. Der Service ist in der Regel rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar.